Netzwerkabend München 2022

DANKE, MÜNCHEN!

Unsere Netzwerktour hat begonnen! Gestern fand der erste von insgesamt sieben bayernweiten Netzwerkabenden des QNB in der Kranhalle München statt. Projektkoordinatorin Beatrice Alischer und Kommunikationsreferent Markus Apel gaben Einblicke in die bisherige und zukünftige Arbeit des Projekts und sprachen mit diversen Vertreter:innen der Community über queere Bedarfe.

Grußworte gab es vom Queerbeauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann, dem Ministerialdirektor des StMAS, Christian Schoppik und dem Präsidenten des BJR, Matthias Fack.
Ben Dutschmann (LSBTI-Fortbildungen Bayern) betonte die Relevanz des verstärkten Ausbaus fundierter queerer Bildungsangebote für Fachkräfte und Schüler:innen. Für den nachhaltigen Auf- und Ausbau queerer Fach-, Bildungs- und Beratungsstellen machten sich alle Diskutierenden stark. Mit dem Verweis auf die häufigen Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen zeigte Dr. Kai Kundrath (Sub e.V.) deutliche strukturelle Lücken auf und bekräftigte die Forderung nach einem finanziell-starken bayerischen Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Jasmin Faulstich (up2u) sprach über Kooperation als Schlüssel beim Ausbau queerer Angebote auf dem Land. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen und Initiativen biete großes Potenzial für eine starke queere Unterstützungsstruktur, die auch finanziell-nachhaltig gestützt sein müsse. Michael Glas (Fliederlich Zentrum) beschrieb die Entwicklung des queeren Zentrums in Nürnberg von einer Aktivistengruppe Ende der 80er hin zu einem lebendigen Ort mit vielen Austauschgruppen, Bildungs- und Beratungsangeboten, die weit über die Stadtgrenzen hinaus wirken.

Sandra Eck (lebis, Frauenzentrum Augsburg) verdeutlichte den inhaltlich-diversen Beratungsbedarf queerer Frauen, trans*, inter* und nicht-binären Personen. Ziel müsse es sein, dass alle selbstbestimmt und frei lieben und leben können.
Auf dem zweiten Podium des Abends sprachen die Organisationen hinter dem QNB über ihre Wünsche für die Zukunft queerer Infrastruktur im Freistaat.

Ariane Wissmeier-Unverricht, Leiterin der Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS), dankte den Beteiligten aller geförderten Projekte und sprach sich für eine nachhaltige Zusammenarbeit aus.

Die Community und andere Akteur:innen endlich an einen Tisch zu bringen, sei ein wichtiger Schritt hin zu einer starken Landesstruktur für LSBTIQ*, sagte J.C. Gleisenberg von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti). Auch die Unterschiedlichkeit innerhalb der Community müsse als Bereicherung verstanden werden.

Alexander Irmisch, Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbands in Bayern (LSVD Bayern) wies auf die Dringlichkeit von Präventionsarbeit im Bereich der queerfeindlichen Gewalt hin. Die jüngsten Fälle von queerfeindlichen Angriffen in Deutschland würden seiner Meinung nach strukturelle Probleme wiederholt sichtbar machen.

Patrick Wolf, Queerbeauftragter und Büroleiter des Bayerischen Jugendrings (BJR) plädierte dafür, die Bedarfe junger queerer Menschen im Blick zu behalten und bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit der drei Kooperationsorganisationen des QNB

Coming Up Next – Nürnberg

Jetzt anmelden! Am 19. September geht unsere Tour weiter. Im Fliederlich-Zentrum in Nürnberg sprechen wir über regionale Themen und Bedarfe im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Mehr Infos unter www.queeresnetzwerk.bayern

Bild und Text: queeresnetzwerk.bayern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.